Geldautomatensprengungen
2. Januar 2024

Erben: Es helfen nur verpflichtende staatliche Vorgaben

© Susie Knoll

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hat am Wochenende die Zahlen der Geldautomatensprengungen im Jahr 2023 veröffentlicht. Danach ist die Zahl der Vorfälle erneut gestiegen und auch die Sachbeschädigungen an Gebäuden haben offensichtlich wieder deutlich zugenommen.

Nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, gibt es seit Jahren eine klare Entwicklung, die dazu führt, dass die Gefahren bei Sprengungen immer größer werden. So setzten die Täter vermehrt feste Sprengstoffe ein, was nicht nur zu höheren Sachschäden führe. Vor allem steigt auch die Gefährdung von Menschen, Anwohnern, unbeteiligten Dritten und Einsatzkräften.

Der Parlamentarische Geschäftsführer appelliert daher erneut an die Innenministerinnen und Innenminister von Bund und Ländern, endlich verbindliche Vorgaben für die Sicherheit von Geldautomaten auf den Weg zu bringen.

Erben: „Viel zu viel Zeit wurde mit Runden Tischen und dem Versprechen von Selbstverpflichtungen der Kreditwirtschaft vergeudet. Verbessert hat sich wenig.  Jeder weiß, dass es nicht nur um den immensen materiellen Schaden geht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch Tote und Verletzte gibt. Die Niederlande haben das Problem mit strengen Regeln für ihre Banken erfolgreich bekämpft. Jetzt weichen die Banden nach Deutschland aus. Doch die deutschen Banken und Sparkassen tun nach wie vor nur zögerlich etwas für mehr Sicherheit. Hier helfen nur verbindliche staatliche Vorgaben.“