Regionalverkehr

Grube: Abellio gehört auf eine schwarze Liste für Verkehrsvergaben

17. September 2021

Heute hat der Landtag von Sachsen-Anhalt zum Thema Abellio-Insolvenz debattiert. Dazu erklärte Falko Grube, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Es ist den Verantwortlichen im Land gelungen, eine Einigung mit Abellio zu erarbeiten. Dafür vielen Dank an das Team in der NASA und im Verkehrsministerium. Die Züge fahren weiter und tausende Pendlerinnen und Pendler müssen sich keine Sorgen machen, wie sie ab 1.Oktober zur Arbeit kommen. Das ist gut, aber alles andere als ein Grund zur Freude. Wir reden hier über Selbstverständlichkeiten und es ist traurig, dass wir uns darüber überhaupt unterhalten müssen.

Kern des Problems ist das Geschäftsgebaren von Abellio. Sie haben ein Dumpingangebot für den Betrieb abgegeben, um hier in den Markt zu kommen. Dabei haben sie sich verzockt, weil sie mit niedrigen Löhnen gerechnet haben. Als das Land die horrenden Nachforderungen nicht bezahlen wollte, stand die Drohung im Raum, dass die Züge nicht fahren. Dass sich ein Staatsunternehmen eines europäischen Nachbarn solcher Geschäftsmethoden bedient, ist skandalös.

Das lässt nur einen Schluss zu: Abellio gehört auf eine schwarze Liste. Sie müssen in Zukunft von Vergaben für unser Streckennetz ausgeschlossen werden. Dieses Unternehmen darf nie wieder die Verantwortung dafür kriegen, dass Menschen pünktlich zur Arbeit oder zum Arzt kommen.“