Kolb-Janssen zu 500 Jahren Bauernkrieg:
11. März 2021

„Der Bauernkrieg war Ausgangspunkt einer einzigartigen Emanzipationsbewegung“

Der Landtag hat heute der Beschlussempfehlung des Bildungs- und Kulturausschusses zugestimmt, die das Land Sachsen-Anhalt verpflichtet, ein temporäres Projektbüro zur konzeptionellen und organisatorischen Unterstützung der lokalen, regionalen und institutionellen Akteure zur Vorbereitung der Erinnerung an 500 Jahre Bauernkrieg einzurichten. Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen, erklärte dazu:

„Die Reformationsbewegung endete nicht mit dem Thesenanschlag 1517, sondern war Anstoß für weitere gesellschaftliche Entwicklungen, die bis heute nachwirken. Eines jener Ereignisse jährt sich 2024/25 zum 500. Mal – die Hinrichtung von Thomas Müntzer und der deutsche Bauernkrieg. Der Bauernkrieg war Ausgangspunkt einer einzigartigen Emanzipationsbewegung in Mitteldeutschland und muss entsprechend gewürdigt werden. Wir wollen die vielfältigen Aktivitäten der Akteure und Kulturinstitutionen bündeln und unterstützen.

Die Anhörung zahlreicher Akteure und Einrichtungen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz, Stolberg und Allstedt im Bildungs- und Kulturausschuss hat gezeigt, wie weit die inhaltlichen und organisatorischen Planungen schon vorangeschritten sind. Dies sind unter anderem eine überarbeitete und erweiterte Ausstellung, Renovierungsarbeiten, Wanderwege, ein Gremium für interessierte Bürgerinnen und Bürger und vieles mehr. Diese Aktivitäten wollen wir weiterentwickeln und unterstützen.

500 Jahre Bauernkrieg bietet auch Potentiale für die touristische Entwicklung, da Sachsen-Anhalt über einige authentische Orte wie Stolberg und Burg Allstedt als Ort der ‚Fürstenpredigt‘ verfügt. Ich freue mich, dass das Potential erkannt wurde und in Zukunft noch besser genutzt wird.“